Heuer, Frank: Hilfsbereitschaft

Kennen sie den Unterschied zwischen Danke und Bitte?
Ja? Sehen sie,ich auch!
Es ist doch irgenwie eigenartig,wenn man so überlegt.
Man hat gelernt,jemanden die Tür aufzuhalten der es nicht so kann oder beim Einkaufen etwas vom Regal zunehmen,wer da nicht heran kommt.
Im Prinzip gibt es viele Möglichkeiten jemanden zu helfen.
Ach ja,Hilfsbereit!
Was für ein Wort!
O ja,ich merke es schon! Wer ist heutzutage schon Hilfsbereit?
Entschuldigen sie! Ich will hier niemanden auf die Füße treten.
Aber seien wir mal ehrlich,es kommt seltener vor als man es sich wünscht.
Für einige Menschen ist es ein Fremdwort.
Wenn man ihnen hilft,bekommt man entweder kein Dankeschön zu hören oder ein kaum wahrzunehmendes „Mmmm“.
Ich habe manchmal das Gefühl,als wenn man diesen Personen die Zunge an den Gaumen getackert hat.
In dieser besonderen Lage kann ich verstehen,warum sie nicht Danke sagen.
Ich habe an diese Menschen einen gut gemeinten Rat.
Versuchen sie ab und zu „ Danke bzw. Bitte „ zu sagen,damit sich an ihrem Mund keine Spinnweben bilden.
Danke schön!
Ich will hier niemanden beleidigen oder verletzten.
Meine Gedanken schreibe ich nur hier nieder.
Wer sich den Schuh anziehen will,soll es tun,geben sie mir hinterher aber nicht die Schuld.
Denn,Gedanken sind frei.
Wenn man für Gedankengänge ins Gefängnis kommen würde,bekommen einige bestimmt über zweimal Lebenslänglich.
Aber,zurück zum Thema.
Wie heißt es so schön:“ Man trifft sich immer zweimal im Leben“.
Es ist schon länger her,als ich Hilfe benötigte. In meiner Wohnung wollte ich umbauen. Alleine konnte ich es aber nicht,da die Möbel für mich zu schwer waren.
Ich fragte also einen Bekannten,ob er mir helfen würde.
Er hatte aber keine Zeit,also verschob ich den Umbau.
Dann hatte ich ihn noch öfters mal gefragt,aber immer dieselbe Antwort.
Das wurde mir dann zu blöd und ich fragte jemand anders.
Ich weiß was sie jetzt denken!
Warum habe ich diese Person nicht gleich gefragt.

Zu dieser Zeit hatte ich nur wenig Leute gekannt.
Nun kam die Zeit,wo er meine Hilfe benötigte und ich wußte das ich der einsigste war,der Zeit für ihn hatte.
Vorweg muß ich noch erwähnen,das er mit Absicht keine Zeit hatte ( habe ich erst hinterher erfahren ),da er keine Lust hatte.
Als er mich nun fragte ( welch ein Wunder! ),sagte ich überraschend nein.
Nun ja,sie denken falsch.Das hört sich nach Rache für sie an.
Ist es aber nicht.Wenn jemand was vortäuscht ( was nicht stimmt ) ist das Lügen.
Also,was macht man dann?
Na gut,sie haben Recht,es ist eine Art Rache.
Ich bin aber der Meinung,sie würden es genauso tun.
Wenn sie immer hilfsbereit sind zu Menschen,die es nicht würdigen,bekommen sie eines Tages die Quittung.
Ich habe es schon oft gemerkt!
Und es stimmt doch!!!
Man sollte genau überlegen,wem man hilft oder nicht.
Denn,wer Hilfe gibt,kann auch von anderen Hilfe erwarten.
Es hat alles seine Vor-und Nachteile. Manche nutzen deine Hilfsbereitschaft aus und andere freuen sich sehr darüber.
Es gibt aber auch Grenzen.
Wenn jemand zum Beispiel von ihnen erwartet,das sie hundert Kilometer fahren,nur um ein Geschenk abzuholen.
Denn,kein Auto,keinGeld,keine Hilfe!!!
Logisch,oder?
Ich für meinen Teil jedenfalls,bin mir sicher,das ich Hilfsbereit bin.
Manchmal jedenfalls.Na ja,wer mich kennt sieht das anders.
Na schön,ich bin Hilfsbereit!!!
Zufrieden! Danke!
Es ist schön ein Lächeln und ein Danke zu bekommen,wenn man jemanden hilft.
Das kommt selten vor,ich weiß,die meisten sagen vor oder nach einem Hilfsangebot:“ Wieviel zahlst du dafür ?“
Man kann aber nicht für das ganze Geld der Welt,Hilfsbereitschaft,Freundschaft und Liebe kaufen,dazu gehört viel mehr.
Und sie?
Sind sie Hilfsbereit?
Wer weiß!!!

(c) 1997 Frank Heuer

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen