Miller, Sina: Der Tag und ich

Wenn ich morgens aufsteh hab ich keinen Bock auf irgend etwas nicht einmal auf Schwartau Extra.
Mein Bett war so kuschlig so warm,
es ruft unentwegt nach mir.
Doch der Alltag ruft mich ebenso, gnadenlos.
Nichts schöner wär jetzt als den Tag zu vergessen,
mich ins Bettchen zu legen und noch einmal nachzudenken.
Über das was ich will, über das was ich möchte.
Vielleicht sogar einen Tag mit dir.
Doch die Zeit drängt und ich weiß nicht wohin.
Ich machte mich fertig und dachte nicht daran was noch vor mir lag.
Ich dachte nicht an den Bus der abfahren sollte.
Ich dachte an nichts nicht einmal mehr an mich.
Die Stullen fertig zu schmieren, den letzten Tropfen Tee zu genießen, doch als ich auf die Uhr dann sah hing der Tee in meinem Hals, meine Augen wurden richtig groß. Für einen Augenblick blitzten meine Augen auf und wurden richtig starr.
Noch fünf Minuten bis mein Bus abfährt.
Noch fünf Minuten bis die Zeit anhält.
Noch fünf Minuten und ich habe den Bus geschafft.
Zum Glück konnte ich mich heute überwinden.
Zum Glück konnte ich mich zu diesem Entschluß durchringen.
Es bringt mir nichts zu Hause zu bleiben.
Es ist nun mal der Tag und ich.

© 10/2000 Sina Miller

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