Amazon präsentiert eBook-Reader Kindle

Das Onlinemedienkaufhaus Amazon hat in den USA seinen eBook-Reader “Kindle” vorgestellt und ist dort ab sofort für knapp 400 US-Dollar erhältlich. Der eBook-Reader besitzt ein schönes weißes Gehäuse und liegt wegen seiner relativ flachen Bauweise gut in der Hand. Er wiegt nur rund 300 Gramm und bietet eine Speicherkapazität für maximal 200 digitale Bücher. In einem neuen eBook-Shop stehen rund 90.000 eBooks zur Auswahl und können per WLAN auf den eBook-Reader Kindle geladen und anschließend gelesen werden.

Es können nicht nur eBooks gelesen sondern auch Hörbücher angehört werden und der eMail-Versand ist ebenfalls möglich. Als Zielgruppe spricht Amazon mit dem eBook-Reader vorwiegend Personen an die unterwegs gerne lesen möchten und dazu gehören auch Geschäftsreisende. Weil Businessleute gerne Zeitung lesen wurde eine Download-Funktion integriert, womit etwa das Wall Street Journal auf den eBook-Leser geladen und gelesen werden kann.

Der Konzern hat mit über 50 Zeitungsverlagen entsprechende Verträge abgeschlossen um diesen Downloadservice anbieten zu können. In Deutschland wird der eBook-Reader Kindle wahrscheinlich bald zu einem bislang noch nicht bekannten Verkaufspreis und Termin erhältlich sein. Der eBook-Markt befindet sich im Aufwind und davon wird Amazon mit seinem mobilen Lesegerät nicht ganz unerheblich profitieren.

Heim, Wilhelm: Jesus on Tour

Durch Überlieferung, d.h. durch die liebe Gerüchteküche, ist den Menschen bekanntgeworden, daß ein Mann, namens Jesus, an einem 24. Dezember das Licht der Welt erblickte. Seit diesem Tag feiert man jedes Jahr seine Geburt. Den Festtag nannte man Weihnachten.
Mit seinen guten und wundervollen Wesen beglückte er die Menschheit seit seiner Geburt. Er brachte viel Glück und Seligkeit unter die Sterblichen. Natürlich war das anstrengend. Der oberste Befehlshaber (Gott) hatte ihm mit dem Auftrag, Blinde und Behinderte wieder für die Volkswirtschaft fit zu machen, eine schwere Aufgabe gestellt. Jesus erfüllte sie zunächst zur vollsten Zufriedenheit. Um sich auch mal zu entspannen und mal auf cool zu machen, schlug Jesus dann ein bißchen über die Strenge. „Man gönnt sich ja sonst nichts“, sagte er sich.

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Biehn, Uwe: Der Abend der Uhr

SIR Arthur Cavendish kam heute nach einem langen Tag in seiner Kanzlei völlig entnervt nach Hause. Den grauen Regenmantel warf er über einen Stuhl in der Garderobe und rief nach seiner Haushälterin.
>> Wo sind meine Pantinen! Martha! << schrie er durch die Diele.
>> Entschuldigen sie SIR!, aber sie stehen wie immer neben dem kleinen schwarzen Schemel links von der Garderobe. << antwortete Martha mit ihrer piepsigen Stimme.
Ohne ein Wort des Dankes zog SIR Arthur seine Schuhe aus und schlüpfte in die weichen Pantoffeln. Er nahm seine Aktentasche unter die kräftigen Arme und ging in sein Arbeitszimmer um endlich in Ruhe die Abendausgabe der TIMES zu lesen. SIR Cavendish hatte es sich gerade in seinem alten Ohrensessel bequem gemacht und eine Pfeife entzündet, als es an der Tür zum Arbeitszimmer klopfte und kurz darauf Martha herein trat.

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Brummond, Sandra: Von Prinzen und Fröschen

Es war einmal ein Mädchen namens Isabell, die wünschte sich nichts sehnlicher, als irgendwann eines Tages einen jungen und schönen Prinzen zu heiraten. Doch nun sind in unserem Lande die Prinzen rar, und so sehr sie auch suchte, sie konnte keinen finden. Da besann sie sich auf die alte Geschichte die besagte, dass manche Prinzen in Frösche verwandelt seien und sie wanderte zu allen Tümpeln und Teichen die ihr bekannt waren und küsste einen jeden Frosch, der ihr über den Weg lief. Doch soviele Frösche sie auch küsste, keiner von ihnen verwandelte sich in einen Prinzen. Die Frösche jedoch, verzaubert vom Kuss des Mädchens, liefen ihr hinterher wohin sie auch ging, denn heimlich hofften sie auf einen zweiten Kuss. Eine Weile lang ließ das Mädchen es geschehen, ja die Anhänglichkeit der Frösche schmeichelte ihm sogar. Irgendwann jedoch wurde es ihrer überdrüssig und es jagte die Frösche hinfort. Beschämt zogen alle Frösche von dannen, alle – außer einem.

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Withau, Rosi: Eine Schmunzelgeschichte

Lilli wurde es zu Hause zu langweilig, keine Freunde, keinen Mann, Fernseher kaputt. Ach, dachte sie, ich werde einen kleinen Bummel durch die Stadt machen. Lilli ging ins Schlafzimmer und zog sich ihr neues smaragdgrünes Tweedkostüm an. Sie warf noch einmal kritisch einen Blick in den Spiegel und stellte zufrieden fest, dass dieses Kostüm ihrer Figur schmeichelt. Zufrieden mit sich selbst, verließ sie ihre Wohnung, stieg die zwei Treppen voller Grazie und Stolz hinunter und gelangte auf den Bürgersteig vor ihrem Haus. Lilli lief den Weg hinunter zur Stadtmitte. Lächelnd betrachtete sie dabei des öfteren ihr Spiegelbild in den Schaufenstern. Auch die Menschen, die ihr begegneten, schielte sie von allen Seiten an, ob diese vielleicht ihr bewundernde Blicke zuwerfen. Mittlerweile war Lilli schon im Zentrum der Stadt angelangt. An der linken Straßenecke kurz vor ihr sah sie das kleine italienische Bistro. Schnurstracks steuerte sie auf das Restaurant zu.

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