Schäfer Oliver: VAMPIRJÄGERIN SASKIA HOWARD Teil 2

Copyright 2002 by Oliver Schäfer [Legacy014]

said shiripour: das perfekte online business
ad

Es war ein herrliches Wetter, um genau zu sein, ein Wetter zum Eier legen. Werner und Paul, zwei Profiangler, machten sich am frühen Morgen auf. Sie wollten an der Ruhr angeln gehen. Mit dem Wagen fuhren sie die Ringstraße entlang und nahmen die Einfahrt vor der Brücke. Endlich waren sie an der Ruhr. Ihren Wagen stellten sie auf dem Parkplatz ab, öffneten den Kofferraum und holten die Angelausrüstung aus dem Wagen. Ein paar Meter liefen sie noch bis zu einem schönen Angelplatz.
>>He!<<, sagte Paul. >>Dieser Platz hier ist schön.<<
Werner bejahte das Vorhaben von Paul und stellte seine Sachen ab. Paul spießte seinen Wurm auf die Spitze des Hakens und holte aus. Die Angel gleitete langsam zum Wasser. Werner tat es ihm nach. Beide lehnten sich zurück und warteten. Es dauerte eine halbe Stunde, bis endlich etwas anbiß. Sie holten die Schnur an Land. Zu ihrer Enttäuschung war es nur ein alter Stiefel.

>>Tja!<<, Werner lachte. >>Scheint so, als tragen die Fische heutzutage auch Schuhe.<<
Paul verkniff sich das Lachen. Werner war ein dünner, sehr gewitzter Mensch mit braunen Haaren, seine Augen waren so dunkel wie die Erde. Bei Paul könnte man sagen, daß er Anfang 20 wäre. Seine Augen hatten einen blauen Teint. Plötzlich biß etwas an. Werner versuchte, es raus zuziehen, leider ohne Erfolg. Paul bemerkte, daß Werner sich abmühte, sprang zu ihm hin und half ihm. Beide zogen mit aller Kraft. Langsam rutschten sie ins Wasser. Paul ließ die Angel los.
>>Laß los, Werner!<<, schrie er. Doch Werner dachte nicht daran. So einen Fang wollte er nicht einfach verschwinden lassen. Er riß noch einmal die Angel hoch. Ein Gejaule hörten Werner und Paul und schauten in Wasser.
Sie sahen Luftblasen, die sich immer näher an das Ufer bewegten. Plötzlich erhob sich eine Gestalt aus dem Wasser. Sie sah aus wie ein Mensch und hatte Kiemen im Gesicht. Das Gesicht war von dem ganzen Wasser schon ganz eingebleicht und hatte lauter Falten. Außerdem hatte es noch Hände mit langen Krallen. Es richtete diese auf die zwei verdutzten Angler. Die beiden Männer hatten Angst und dachten nur noch ans Wegkommen. Sie drehten sich um. Schnell nahmen sie ihre Beine in die Hand. Plötzlich schrie Paul auf:>> Werner, die Tentakel!<<
Werner drehte sich um und sah nur noch, wie sein Freund von den Tentakeln des Ungeheuers gepackt wurde.
>>Warte hier, ich hole Hilfe!<<, schrie Werner und rannte weg.
*
Paul sah sich von Tentakeln umgeben. Er versuchte, sich loszureißen, was ihm nicht gelang. Er schrie verzweifelt um Hilfe, aber niemand war da. Langsam wurde er zum Wasser gezogen. Dort blieb er erst mal liegen.
>>Steh auf!<<, befahl das Monster.
Langsam stand Paul auf. Er zitterte vor Angst und schaute in die gräßliche Fratze des Monsters. Er verabscheute sie. Zu Recht. Die Tentakel ließen ihn los. Schnell erkannte er eine Chance. Er drehte sich um… doch zu spät, er verspürte nur noch einen brennenden Schmerz, der ihm durch den Körper fuhr. Er schaute nach unten und sah mit vollem Entsetzen, daß die Krallen des Unheimlichen ihn durchstoßen hatten. Das Monster kicherte schauderhaft. Da riß er die Krallen wieder aus dem Körper von Paul heraus. Paul wankte und konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. Er fiel und sah noch einmal das Gesicht der Kreatur. Dann erlosch für ihn sein Lebenslicht.
*
Das Monster grinste. Es freute sich. Endlich war es wieder bereit, zu ermorden und umherzuwandern. Am meisten freute es sich, daß es von Asmodis die Hände mit den Tentakel bekommen hatte. Das Monster lief zur Leiche und zog sie ins Wasser.
*
Endlich hatte ich es geschafft. Ich arbeitete beim Legat. Die Feier war riesig, und ich mußte meinen Kollegen alles von meinem letzten Abenteuer gegen Blackfield berichten. Jannis staunte nicht schlecht, was ich schon alles drauf hatte. Im Legat hatte jeder ein eigenes Zimmer, und dies zu Recht, dachte ich, denn wenn die Jungs mal auf dumme Gedanken kommen… .
Schon bald brachte mich der Commander zu meinem Zimmer. Es war sehr hübsch eingerichtet. Hier, wußte ich, würde ich mich wohl fühlen. Am Abend wurden die Gäste nach Hause geschickt. Ich legte mich hin und schlief ein.
*
Am nächsten Morgen hörte ich ein lautes Scheppern. Ich gähnte und stand auf. Lautlos schlich ich die Treppe runter. An der Küchentür blieb ich stehen und öffnete sie. Plötzlich fing ich an zu schreien, denn das was ich dort sah, war Horror. Ein grünes Männchen im Anzug stand mitten in der Küche. Daß das ganze Haus aufwachte, war mir egal. Schon bald hörte ich ein lautes Poltern und Commander kam die Treppe runtergesaust.
>>Was ist denn, woaaaah!<<
Commander lief die letzen 5 Stufen nicht runter, nein, er flog. Er landete genau auf dem Boden. Er schaute mich fragend an. Ich zeigte mit meinem Finger in die Küche.
>>Ach so!<<, lachte Commander. >>Das ist doch nur unser Koch Goblin Maka.<<
Ich war erleichtert. Schon Sekunden später stand auch schon der Rest vor mir.
>>Das Essen ist fertig!<<, sagte Goblin Maka. Ich setzte mich an den Tisch. Das Essen schmeckte sehr gut, und ich fand immer mehr Gefallen an dem Job. Nach einiger Zeit, merkte ich, daß Oliver mich dauernd anstarrte. Minuten später merkte es auch der Rest.
>>He Oliver, was guckst du so verliebt?<<, fragten alle.
Oliver hörte nicht auf das Kommentar, denn plötzlich klingelte das Telefon.
>>Entschuldigt mich<<, befahl Oliver.
Ich aß weiter. Nach dem Essen kam Oliver endlich zurück. Sein Gesichtsausdruck sagte mir, daß etwas nicht stimmte.
>>Was ist denn los?<<, fragte ich.
>>Menschenknochen wurden an der Ruhr gefunden. Die Polizei weiß nicht weiter. Ich denke, wir müssen eingreifen.<<
>>Inwiefern?<<, fragte ich.
>>Wir werden die Knochen geliefert bekommen. Ich möchte, daß sie von Dr. Vogelstein genaustens untersucht werden.<<
Dr. Vogelstein stand auf.
>>Wohin so eilig, Onkel Doc?<<, fragte Commander.
>>Ich bereite schon mal alles vor.<<
Oliver stand auf und sagte: >>Wir gehen so vor: Commander und Saskia, ihr geht zur Ruhr, den Polizisten helfen. Ich und Stern werden uns mal woanders umhören.<<
Ich stand auf, ging hoch und packte meine Spezialwaffen ein. Commander tat das Gleiche. Nach vier Minuten war ich startbereit. Wir liefen mit unseren Koffern durch die Stadt. An der Ruhr hielten wir an dem Restaurantschiff an, wo viele Polizisten standen.
>>Geht zur Seite, hier gibt’s nichts zu sehen!<<, schnauzte uns einer der Bullen an.
Wir holten unsere Ausweise raus und hielten sie dem verdutzten Polizisten vor die Nase.
>>Ach, Legat, dann sagt das doch gleich!<<, stöhnte er.
Wir fragten ihn nach dem Toten.
>>Wo haben Sie denn den Toten gefunden?<<, fing ich das Gespräch an.
>>Hier, wo denn sonst?<<
>>Naja<<, sagte ein Kollege von ihm, >>nicht hier direkt.<<
>>Ja, wo denn?<<, fragte Commander.
>>Er wurde von zwei Tauchern gefunden<<, antwortete er.
Er erklärte uns, daß die Leiche bereits zum Legat gefahren wurde. Wir machten uns also wieder auf den Weg zum Legat.
*
Dr. Alberto Vogelstein staunte nicht schlecht, als die Leiche mit einem kleinen Laster angerollt kam. Zwei Männer öffneten den Kofferraum und holten den verpackten Toten aus dem Wagen. Sie legten sie auf ein Rollbrett und rollten sie in die Legatsmedizin, so ähnlich wie Gerichtsmedizin. Er untersuchte die Leiche ganz gut, bis er endlich auf die Idee kam, die Algen zu untersuchen. Finden tat er unter den neuen Algen noch Ältere und guckte dumm. Er lief zur Tafel und errechnete den Strom und die alten Algen. Er errechnete, wie schnell die Leiche hier nach Kettwig schwamm.
>>Werden!<<, flüsterte er.
*
Als wir beim Legat ankamen, war es bereits dunkel. Wir gingen sofort zur Legatsmedizin und klopften an die Tür.
>>Come in!<<, bat uns Dr. Vogelstein.
Wir öffneten die Tür und gingen rein.
>>Ah, Miss Howard und Mister Stern!<<
>>Haben Sie schon was rausgefunden?<<, fragte Commander interessiert.
>>Ja, habe ich, dieser Mann wurde in Werden umgebracht, und zwar von zwei Messern, beidseitig geschärft.<<
>>Wie kommen sie auf Werden?<<, fragte ich erstaunt.
>>Die Leiche hatte unter den neueren Algen viel ältere, ich habe den Strom außerdem noch mit berechnet. So bin ich auf Werden gekommen.<<
>>Und was ist mit Mühlheim?<<, fragte Commander.
>>Die Brücke ist im Weg, unmöglich!<<
>>Wir werden uns mal in Werden umschauen. Wissen sie auch, wo?<<, fragte ich.
>>Es kann eigentlich nur der Grillplatz sein!<<
>>Wir schauen mal nach.<<
Wir gingen wieder raus. Draußen wartete bereits Oliver.
>>Ich fahre euch zum Grillplatz<<, bot er sich an.
Wir stimmten zu und gingen zum Legatswagen. Nach 10 Minuten waren wir endlich angekommen. Wir stiegen aus dem Wagen aus und schauten uns den Platz an. Während des Abends war hier sehr wenig Betrieb. Plötzlich schellte mein Handy.
>>Howard?<<, meldete ich mich.
>>Saskia, ich habe noch etwas rausgefunden. Dieser Herr wurde aufgefressen, allerdings erst, als er schon tot war<<, sagte Dr. Vogelstein.
>>Danke, Doktor<<, bedankte ich mich.
Ich legte auf und ging zu Oliver und Commander. Auf meine Erklärung machten sie nur große Gesichter.
>>Ghul<<, flüsterte Oliver, >>wir sollten uns hier mal umsehen.<<
Wir gingen runter zum Wasser. In alle Ecken leuchteten wir mit der Taschenlampe.
>>Blut<<, sagte ich, als ich die rote Farbe auf dem Boden sah.
>>Und hier<<, sagte Commander, >>das Gras ist sehr eingedrückt.<<
Oliver leuchtete in das Gras und hätte beinahe einen Freudenschrei ausgestoßen. Eine blutverschmiertes Geldbörse lag auf dem Boden. Er hob die Brieftasche mit den Gummihandschuhen auf. Er öffnet sie und holte ein Kärtchen hervor.
>>Paul Innmar, Angler<<, las er vor. >>Anglerclub Werden.<<
Er fragte mich, ob ich wüßte, wo der Anglerclub war. Ich nickte, setzte mich ans Steuer und fuhr hin.
Beim Club schellten wir an der Haustür.
>>Was wollen Sie?<<, fragte eine unfreundliche Stimme.
>>Legat. Dürfen wir rein?<<
Die Tür wurde uns geöffnet und ein dicker Mann stand vor uns. Er führte uns in die Küche. Wir setzten uns und fingen an, Fragen zu stellen.
>>Kannten Sie einen Paul Innmar?<<, fragte ich.
>>Wieso kannten?<<, fragte er erstaunt.
>>Er wurde ermordet. Diese Brieftasche fanden wir im Gras.<<
>>Es hat ihn also erwischt!<<, sagte er erschrocken.
>>Sie wissen, wer oder was es war?<<, fragte Oliver.
>>Ich war mit ihm Angeln. Plötzlich erhob sich aus dem Wasser ein Ungeheuer. Es war ganz grün, hatte einen menschlichen Gang, lange, säbelartige Finger, aus der Hand konnte er Tentakel verschießen. Ich konnte ihm nicht mehr helfen.<<
>>Sie haben das Monster auf dem Grillplatz gesehen?<<
>>Ja, genau dort!<<
Wir standen auf und gingen zur Tür, bedanken uns und gingen zum Legat zurück.
>>Ich habe eine Idee<<, sagte ich am Abend.
>>So? Was denn?<<, fragte Commander.
>>Wir campen!<<
>>Gute Idee! Etwas Urlaub kann mir auch mal gut tun!<<, sagte Oliver aufgeregt.
>>Zum Teufel mit dem Urlaub! Wir stellen das Monster auf dem Grillplatz!<<
*
Am anderen Morgen packten wir Zelte und Schlafmatten ein. Wir fuhren sofort los. Zuallererst hatten wir angefangen zu grillen. Der ganze Platz war voller Leute. Am Abend waren wir dann aufgestanden und haben die Leute vom Platz geschickt, damit keiner von ihnen in Gefahr schweben würde.
Wir legten uns schlafen. Commander hielt Wache. Nach 4 Stunden richtete sich Commander auf. Er sah genau aufs Wasser.
Schnell rannte er zum Zelt und rief uns.
>>He, ihr Zwei! Dort ist etwas im Wasser!<<
Schnell standen wir auf und gingen raus. Wir wollten gerade zum Tisch, da schob sich das Monster genau vor ihn.
>>Wo wollt ihr hin?<<, grölte das Monster wie ein Schalke-Fan.
Wir drehten uns um und rannten. Es versuchte noch, mit den Tentakeln nach uns zu greifen. Es griff aber ins Leere und rannte hinter uns her. Wir rannten bis zur Abteikirche von Werden, öffneten das schwere Tor und rannten rein. Das Monster versuchte noch, rein zukommen, doch mit jedem Griff an der Tür bekam das Ungeheuer Eine gewischt.
>>Puh!<<, stöhnte ich.
>>Was für ein Glück, daß diese Abtei heilig ist!<<, schnaufte Commander.
Wir verbrachten die letzten 3 Stunden im Kloster.
*
Am anderen Tag war Sonntag. Viele der Werdener gingen in die Kirche.
Als wir merkten, daß alle reinkamen, stellte ich mich zum Priester. Ich erklärte den Leuten, daß ein Ghul hier sein Unwesen trieb.
Viele der Leute waren sehr schockiert. Ich fragte den Priester: >>Könnten wir vielleicht hier alle Werdener in die Kirche bringen? Draußen sind sie in größter Gefahr. Selbst ihr Zuhause ist nicht sicher.<<
Wir einigten uns und alle Werdener wurden sofort in alle Kirchen gesteckt, wo’s nur geht. Wir machten uns sofort wieder auf zum Grillplatz. Dort nahmen wir zuallererst unsere Waffen. Das Monster war nirgendwo zu sehen. Wir stiegen wieder in den Wagen und fuhren zum Legat zurück. Ich ging sofort hoch in mein Zimmer, zog mich aus und sprang unter die Dusche. Danach zog ich mir das Nachthemd an und legte mich hin. Ich schlief schnell ein. Ich merkte noch, wie Oliver in das Zimmer kam und mir einen zärtlichen Kuß auf die Wange gab.
*
Wir schliefen bis Mittags und aßen dann zu Mittag. Wir beauftragten immer ein Legatmitglied, den Kirchen immer ausreichend Essen zu holen. Als Oliver aufstand, telefonierte er erst mal mit der Pizzeria. Nach einer halben Stunde kam er endlich. Jannis Kakakas bezahlte und brachte die Pizza rein. Wir aßen alle gemeinsam und redeten über das Ruhrmonster. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg. Ich fuhr sofort nach Werden. Ein Anhalter hielt mich an.
>>Wohin wollen Sie?<<, fragte ich wissensdurstig.
>>Nach Rellinghausen!<<, antwortete er, während er mich ansah.
Ich sagte, daß ich ihn nicht mitnehmen könnte, da ich schon in Werden aussteigen mußte. Ich stieg in der Stadt mit den drei Kirchen aus.
An der großen Abteikirche hielt ich den Wagen an. Die großen Kirchentore öffnete ich mit Leichtigkeit und ging durch.
>>Saskia!<<, sagte der Pfarrer erstaunt.
>>Sie können die Leute wieder in die Stadt lassen!<<, befahl ich dem Pfarrer.
>>Wieso? Ist das Monster tot?<<
>>Das nicht, aber es hat sich seit vorgestern nicht mehr gemeldet<<, sagte ich, als ich nach oben schaute.
Ich wollte gerade mit den Gläubigen sprechen, da fing mein Handy an zu bimmeln. Ich zögerte, schließlich nahm ich doch ab.
>>Saskia Howard?<<, meldete ich mich.
Ich hörte nur ein grausiges Lachen.
>>Ich bin Oktavo, oder wie du sagen würdest, das Ruhrmonster!<<, sprach diese gruselige Stimme.
>>Sie?<< Ich war erstaunt. >>Was wollen Sie?<<
>>Ich habe Commander und Oliver entführt. Du hast 48 Stunden Zeit, sie zu befreien, sonst sterben sie!<<
Das, was ich gehört hatte, war grausam. Ich rannte aus der Kirche, stieg in den Wagen und fuhr los. Während der Fahrt wählte ich die Nummer des Legats.
>>Stern?<<, meldete sich eine mir bekannte Stimme.
>>Commander, es ist was schreckliches passiert, es…<<
>>Laß mich raten. Das Ruhrmonster hat Oliver und Commander entführt und verlangt 48 Stunden!<< Mir stockte der Atem, als ich dies hörte.
>>Woher wußtest du…<<, fragte ich als ich einem Laster auswich.
>>Das Vieh hat auch bei mir gegongt.<<
>>Schmeiß schon mal den Rechner an, am Besten die Nachrichtenseite, es müßten noch mehr Morde passiert sein!<<
Commander bejahte und legte auf.
Nach einer Minute war ich endlich angekommen, ich schellte an und Commander öffnete.
>>Internet an?<<, fragte ich.
>>Klar!<<, sagte Commander.
Wir gingen zum Rechner und gaben WWW. newsgotteskämpfer. de ein.
Surfen tat Commander wie ein Internetkönig.
>>Stopp!<<, schrie ich.
>>Mm, ein Toter in Köln.<<
>>Also hat das Ruhrmonster sich nach Köln abgesetzt!<<, kombinierte Commander.
Wir liefen sofort raus und gingen zum Landeplatz.
>>Kannst du den Legatshubschrauber denn steuern?<<, fragte ich unsicher.
>>Commander hat mich unterrichtet, wie er funktioniert!<<, sprach er, als er die Hubschraubertür öffnete.
Wir stiegen ein und Commander startete den Hubschrauber. Eine Erleuchtung hatte ich plötzlich und sprach mit Commander:>>Fliegen wir genau über die Ruhr, bis zum Rhein und ihn entlang.<< Commander hatte noch eine Bemerkung parat:>>Es wir langsam dunkel<<.
>>Wir schalten die Scheinwerfer und Suchscheinwerfer ein, so finden wir ihn.<<
Wir flogen genau über die Ruhr. Ich schaute immer dahin, wo auch der Suchscheinwerfer war. Das Wasser war sehr still. Hier würde ich garantiert nicht das Monster finden. Wir flogen die Ruhr entlang.
Nach einiger Zeit waren wir endlich in Köln. Wir landeten mitten vor der Polizeiwache. Langsam stiegen wir aus und öffneten die Tür der Wache.
Ein Polizist kam auf uns zu.
>>Was kann ich für Sie tun?<<
>>Wir wollten Sie etwas zu dem Mord fragen.<<
>>Welchen Mord denn?<<
>>Der Durchbohrte.<<
>>Ja!<<
>>OK. Schießen Sie los.<<
>>Wer hat ihn ermordet?<<
>>Das wissen wir auch noch nicht.<<
>>Bei uns in Essen ist das Gleiche mit einem Angler passiert.<<
>>Der gleiche Mörder?<< fragte er.
>>Wir glauben schon<<, antwortete Commander beunruhigt.
>>Es ist sozusagen ein Monster<<, sagte ich.
>>Das Ruhrmonster?<<, fragte er.
>>Woher wissen…<<
>>Ich weiß es, ich habe von dem Ausnahmezustand in Werden gehört.<<
>>Helfen sie uns, das Biest zu schnappen?<<, fragte Commander.
>>Okay. Ich helfe Ihnen<<
Wir verließen die Wache wieder ohne den Polizisten. Die Straßen waren schon dunkel. Erstmal fingen wir an, das Monster zu suchen.
Nach 10 Minuten hörten wir ein Plätschern hinter uns.
Commander drehte sich um. Plötzlich hörte ich ein Schrei. Schnell schnellte ich herum und sah das Monster. Commander lag vor ihm blutend auf dem Boden. Das Monster erhob seine messerscharfen Krallen. Es hob seine Arme, die Krallen genau auf Commander gerichtet. Ich rannte schnell nach vorne. Gerade als das Monster zum Stoß ausholte, traf ihn mein Fuß. Das Monster taumelte nach hinten gegen die Hauswand. Es schrie auf. Schnell erhob es die Hände. Die Tentakel kamen auf mich zu und umschlingen mich. Ich schrie auf. Nichts konnte ich mehr tun. Aus den Augenwinkeln sah ich, daß Commander sich noch mal aufrichtete. Commander stieß sich vom Boden ab, zog schnell sein Schwert und schnitt die Tentakel entzwei. Der Dämon schrie auf, drehte sich zu Commander, hob seine Hände und stieß zu. Commander versuchte noch auszuweichen. Seine Krallen schnitten Commander den Bauch auf. Ich konnte auch nichts tun, ich bekam die Tentakel nicht ab und fiel bewußtlos zu Boden.
*
Joe, der Polizist, machte noch einen Rundgang durch die Stadt. Als er am Kölner Dom vorbeikam, hörte er etwas darin. Er ging zu den Türen, öffnete sie und schlich rein. Mitten in der Nacht sollte hier drin eigentlich nichts los sein. Er blickte um die Ecke, nichts. Er atmete erleichtert auf. Langsam und geduckt schlich er zu Treppe, die in den Keller führte. Leise tastete er sich vor. An der nächsten Ecke machte er wieder Halt und schaute um diese herum. Da sah er eine grüne Gestalt, die 4 Gefangene hatte, entsicherte seine Pistole, und zielte auf die Gestalt. Der Schuß peitschte auf und traf die Gestalt im Hinterkopf. Sie brüllte auf, drehte sich um und lief auf den Polizisten zu. Er erschrak. Er dachte, daß das Monster sofort sterben würde. Doch dies passierte nicht. Das Monster lief weiter auf ihn zu. Er tritt zu. Das Monster fiel, durch den Tritt getrieben, auf den Boden. Vor dem verdutzten Polizisten blieb es liegen und räkelte sich. Von der Seite schlug es seine säbelartigen Finger auf seinen Fuß zu. Er konnte nicht mehr reagieren. Seine Füße wurden einfach abgetrennt. Er fiel schreiend auf den Boden. Das Monster setzte zum zweiten Stoß an, der den Polizisten fast tötete. Das Monster ließ ihn liegen und kümmerte sich wieder um seine 4 Geiseln.
*
Wir wurden in den Kölner Dom gebracht. Wir waren bewußtlos und konnten uns in diesem Zustand nicht wehren. Ich wachte im Keller des Doms auf.
>>Na, wach geworden?<<, fragte eine bekannte Stimme.
>>Nein, überrascht!<<
Das Monster stand vor uns. Jetzt sah ich es erst in voller Montur. Es sah aus wie ein menschliches Wesen. Nur die grüne Haut und die Fingernägel paßten nicht dazu.
>>Hey, Kollege, ich bin Geisterjägerin und du bist garantiert das Arsch, dem ich gleich den Arsch versohlen werde!<<, rief ich erzürnt.
>>Wie willst du dich denn zur Wehr setzen? Du bist doch gefesselt und hilflos, und deine Waffen sind dort hinten auf dem Tisch.<<
Langsam bemerkte ich, daß ich keine Späße mehr machen sollte, ich konnte mich wirklich nicht wehren. Das Monster lachte.
>>Wenn ich eine Frage stellen dürfte<<, fragte Commander >>wieso kannst du auf einmal einfach in einem fremden, heiligen Ort herum spazieren?<<
>>Weil ich die Macht dazu habe!<<
>>Das konntest du aber damals in Werden noch gar nicht!<<, sagte ich sauer.
>>Meine Macht wächst mit jedem Mord, den ich begehe, deshalb werde ich euch jetzt auch töten!<<
Wir bekamen es mit der Angst zu tun. Das Monster kam immer näher auf mich zu. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, fiel der Schuß. Das Monster zuckte zusammen, drehte sich um und lief auf die Stelle zu, woher der Schuß kam. Wir sahen nur den Polizisten, mit dem wir gesprochen hatten. Danach hörten wir den gurgelnden Schrei. Daraufhin war alles vorbei.
*
Joe blinzelte. Das Monster hatte ihn nicht getötet. Er robbte langsam wieder zu uns. Er sah, daß das Monster nun beschäftigt war, nahm den Eisenkrug aus dem 12. Jahrhundert und warf ihn auf das Monster. Das Monster taumelte und fiel bewußtlos auf den Boden. Er robbte weiter zu uns, holte sein Messer raus und löste die Fesseln. Wir standen auf und wollten gerade raus, da erhob ich das Wort:>>Sollen wir dich mitnehmen?<<
>>Nein, ich bin eh nicht mehr zu retten. Flieht, solange ihr noch könnt.<<
Ich sah nur noch, das er tot zusammensackte.
Wir flüchteten. Vorher nahmen wir noch meine Pistole mit den Silberkugeln und rannten wie von der Tarantel gestochen nach draußen. Wir ließen die Kirche sofort von Polizisten absperren. Niemand sollte raus oder rein. Das Monster stand an der Tür und schaute durchs Schlüsselloch. Es hatte solche Angst und glaubte nicht, daß es diesmal entkommen könnte. Da fiel ihm das Dach ein.
*
Ich stand draußen und unterhielt mich mit den Polizisten. Es war ein Großeinsatz. Selbst das SEK war hier, um das Monster zu töten. Sofort ging ich auf deren Chef, John Freds, zu.
>>Das ist ein Fehler, hier zu operieren!<<, fing ich das Gespräch an.
>>Wieso?<<
>>Es ist kein normaler Terrorist, der sich verbarrikadiert hat, es ist ein Monster!<<
>>Wie, ein Monster?<<
>>Ein Monster eben, und dafür sind wir zuständig!<<
>>Wie?<< John kapierte nichts.
>>Dies ist unser Auftrag!<<
>>Können wir nicht etwas helfen?<<
>>Mit euren Kugeln könnt ihr das Monster nicht töten, aber aufhalten.<<
>>Okay. Leute, wenn ein Monster aus der Kirche kommt, schießt drauf!<<
Damit war ich einverstanden. Ich wollte nämlich auf keinen Fall, daß das
Ungeheuer flüchtete, wenn ich vom Dach aus eindrang.
Ich ging langsam zu meinem Team.
>>Wir könnten doch alle von oben eindringen!<<, sprach Oliver.
>>Nein!<<, sagte ich. >>Ich von oben und ihr durch den Haupteingang.<<
>>Gut!<<, antwortete er.
Ich ging schnell zum Hubschrauber und flog mit Commander hoch. Auf dem Dach stieg ich wieder aus. Commander wünschte mir viel Glück und flog wieder nach unten. Als ich nach unten spähte, sah ich, daß Oliver und die Anderen das Gebäude betraten. Langsam nahm ich meinen Rucksack ab und holte meine Sachen hervor. Das Kreuz, die Pistole und das Schwert. Plötzlich hörte ich ein Knarren hinter mir. Das Monster trat aus der Tür. Dann sah ich sein Gesicht, das ganz verwundert guckte. Es hätte garantiert nicht damit gerechnet, mich auf dem Dach zu treffen. Ich zielte mit meiner Waffe auf den Dämon.
>>Und tschüs!<<, warf ich dem Monster die Worte ins Gesicht und schoß.
Alle sechs Kugeln trafen den Dämon. Ich sah die Einschußlöcher. Zwei Kugeln trafen in den Kopf, zwei am Herz und zwei in den Unterleib. Doch das Monster blieb stehen. Ich zitterte. Es kam näher. Da zog ich mein Schwert und hieb auf das Monster ein. Der Dämon wehrte sauber mit seinen Krallen ab. Ich versuchte, einen Angriff von der Seite, den das Monster mit einer Parade zu Seite auswich. Den Stoß direkt in den Körper versuchte ich gut zu zielen, doch der Dämon hatte super Reflexe. Er brachte sich mit einen Sprung in Sicherheit. Ich war im Nachteil, da das Monster zehn von diesen Schwertern hatte. Es versuchte mich, mit Allen zu attackierte. Ich warf mich sofort aufs Dach. Mein Schwert schnellte daraufhin vor und traf das Monster genau an den Füßen. Es schrie auf. Ich kam wieder auf die Beine und sah, wie sich die Tür ein weiteres Mal öffnete und das Team von Oliver dastand.
>>Nicht schießen!<<, rief Oliver. >>Sonst treffen wir noch die Falsche.<<
Das Monster hatte mich in der Zange. Seine messerscharfen Hände schnellten hervor. Ich versuchte noch, dem Stoß auszuweichen, doch zu spät. Seine Messer trafen mich in der Seite.
Ich schrie auf, torkelte ein wenig und stürzte von der Dachkante. Meine Hände schnellten noch mal hervor und griffen die Kante. Das Monster stand nun wie ein Racheengel über mir.
>>Du hättest dich nicht einmischen dürfen!<<, dröhnte das Monster und setzte zum Schlag auf meine Hand an.
*
Das war sein Fehler. Ich zog die Hand weg. Die Messer knallten genau in den Boden des Daches. Sofort darauf schnellte ich meine Hand wieder hoch, griff den Arm des Ungeheuers und zog. Das Monster machte einen Handstand und fiel. Mit einem Schrei fiel es genau auf den Turm unter uns. Das Monster wurde von dem Kreuz des Turms durchbohrt. Ein heller Blitz fiel auf das Monster herab. Ich hörte nur das Monster schreien und versuchte, mich hochzuziehen. Bald hörte der grelle Blitz auf. Die Asche des Monsters verwehte im Wind. Commander kam und half mir hoch. Ich bedankte mich und schaute noch mal vom Dach runter. Alle Schaulustigen jubelten. Wir freuten uns mit und gingen wieder nach unten. Unten umarmte ich Oliver und Commander flog uns nach Hause.

ENDE

© Copyright 2002 by Oliver Schäfer [Legacy014]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen