Der hungrige Teddybär

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Lena riss ungeduldig das Geschenkpapier auf und lächelte freudestrahlend als Sie einen süßen braunen Teddybären aus weichen Plüsch in Händen hielt. Der Teddybär schaute Lena mit seinen großen runden blauen Augen an und knuddelte ihn sofort.

„Danke Mama und Papa!“, lächelte Lena und umarmte die beiden.

„Herzlichen Glückwunsch zu deinem achten Geburtstag, Lena“, beglückwünschten sie ihre Tochter und setzten sich mit ihr an den Tisch, wo eine leckere Sachertorte nur darauf wartete, gegessen zu werden.

„Hier für dich“, sagte Viola, die Mutter von Lena und servierte ihrer Tochter ein Stück der süßen Torte.

„Danke“, freute sich Lena, die unter ihren Arm den Teddybär trug und mit der rechten Hand das Stück Sachertorte zu essen begann.

„Lena, wir wollen mit dir gleich zum Stadtzoo fahren.“, teilte Johannes, ihr Vater lächelnd und Lena lächelte erfreut zurück.

„Da wollte ich doch schon immer hin…“, freute sich Lena und aß genüsslich weiter.

Eine gute Weile verging in denen sich die Drei über die Schule, dass vor kurzem gebaute Haus und den bevorstehenden Zoobesuch unterhielten. Lena verdrückte drei Tortenstücke.

„Boah, bin ich satt“, sagte Lena und lehnte sich im Stuhl zurück.

„Dann wollen wir mal zum Zoo fahren, damit wir dort Kalorien verbrennen können…“, kommentierte der Vater.

„Kalo, Kalo was?“, fragte Lena neugierig.

„Kalorien befinden sich besonders in süßen Sachen und machen dick.“, antwortete Viola knapp und stand mit ihren Mann Johannes und Lena auf. Mit dem Kombi fuhren die drei zum nahe gelegenen Zoo im Stadtzentrum und stiegen dort dann schließlich aus. Es standen nur wenige Autos auf dem Parkplatz.

„Dass macht dann 9,00 Euro Eintritt“, sagte die Kassiererin und nahm einen Zehn-Euro-Schein von Viola entgegen.

„Danke. Hier ist das Ticket und 1 Euro Rückgeld!“, bedankte sich die junge Frau und das Tor öffnete sich. Lena mit ihren Teddybär unter dem Arm und ihre Eltern traten herein.

„Wo willst du zuerst hin?“, fragte Viola und schaute Lena fröhlich gestimmt an.

„Zu den Papageien!“, lautete Lenas knappe Antwort und die Drei schlenderten Hand in Hand durch den Zoo, gingen an den Elefanten, Wölfen, Rehen und Adlern vorbei und standen vor einem großen Käfig mit ein paar australischen Papageien.

Ein Teil der bunten Vögel saßen auf einen dicken Baumast während andere umherflogen oder sich am Gitter festkrallten und die Besucher anschauten.

„Na du?“, fragte Lena einen der Papageien.

„Guck Guck“, piepte einer zurück und schaute Lena dabei mit seinen kleinen Knopfaugen an. Das kleine Mädchen kicherte und der Papagei vollführte einen Salto auf der runden Holzstange.

„Cool, Cool“, piepte der komische Papagei und Lena ging kichernd freudestrahlend mit ihren Eltern durch den Zoo und blieb am Giraffen-Gehege stehen.

Eine Giraffe streckte ihren langen Kopf über den Zaun und ließ sich von Lena streicheln, während ihre Eltern zuschauten und sich freuten.

„Lena, hast du Schmacht?“, fragte Johannes, worauf Lena mit dem Kopf schüttelte.

„Schon wieder essen? Bäh!“, pfiff Lena.

„Okay, dann schlendern wir mal weiter durch den Zoo“, schlug ihr Vater vor.

Ihr weiterer Weg führte sie schließlich in den überdachten Bereich des Zoos, zu den Fischen und kleinen Wüstentieren. Lena blieb vor einem Aquarium stehen, wo ein Barsch seine Runden zog. Kaum hatte Lena ihre Nase an die Glasscheibe gedrückt, kam er an und machte sein Maul auf und zu. Sie kicherte wieder und äffte dem Fisch nach. Ihre Eltern mussten laut lachen und nahmen Lena in den Arm. Zwei Stunden noch schlenderte die kleine Familie durch den Zoo und verschlag es am Abend gegen 18 Uhr ins Schnellrestaurant.

Im gut besuchten Schnellrestaurant mit einem großen gelben geschwungenen M als Logo setzten sich die Drei in eine leere Sitzecke. Hier hatten sie einen guten Blick auf das Affen-Gehege. Wenige Minuten später kam eine Kellnerin vorbei und reichte Ihnen die Speisekarte.

„Guten Tag, ich heiße Sie willkommen“, begrüßte die Kellnerin die kleine Familie. Die Drei suchten sich je ein leckeres Gericht aus und warteten darauf dass die Kellnerin wiederkam. Fast 15 Minuten verstrichen aber dann kam Sie endlich wieder.

„Was darf ich Ihnen bringen?“, fragte die sympathische Kellnerin und hielt einen Kugelschreiber zum Schreiben bereit in der Hand.

„Einmal Currywurst mit Hähnchen, Zigeunerschnitzel mit Kroketten und als letztes Hähnchen mit Reis.“, sagte Johannes der Kellnerin freundlich, welche sogleich die drei Gerichte aufschrieb und in die Restaurantküche ging.

Ein paar Minuten später kam die Kellnerin mit drei Tellern auf ihren Armen zurück und servierte diese ihren Gästen.

„Hmmm….duftet dass lecker!“, sagte Lena und biss in eine der Fritten herzhaft hinein.

„Iss mit der Gabel, Schatz“, mahnte Viola ihre Tochter an und Lena schaute etwas genervt zurück. Das Essen schmeckte der Familie sehr gut aber als die Kellnerin mit der Rechnung ankam, schaute Johannes nicht schlecht.

„So, hat es geschmeckt?“, fragte die Kellnerin neugierig und legte die Rechnung auf den Tisch.

„54,00 Euro? Ist ja Wucher!“, beschwerte sich Johannes und erntete einen herablassenden Blick.

„Tja, hätten ja vorher auf die Preise achten können!!“, wies die Kellnerin ihn gehässig auf die Preise hin. Zögernd holte Johannes einen 100 Euro Schein aus seiner Geldbörse.

„Danke, hier sind 46 Euro Rückgeld!“, sagte die Kellnerin hochnäsig und gab Johannes zwei 20 Euro Scheine und 6 Euro in Münzen zurück.

Gemeinsam verließ die Familie das Restaurant fuhren zurück nach Hause. Lena war wegen dem Restaurantbesuchs etwas bockig und verschwand sofort mit dem Teddybär unter den Arm in ihr Zimmer.

© 2005/2011 by Andreas Krämer

Bildnachweis: Blaugelber Ara von Babsnrw / Pixelio.de

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