Rezension zu Shingeki no Kyojin

simple-47526_640-pixabayIch bin ein kleiner Fan von Animes und habe bisher allerdings selten eine Anime-Serie gesehen. Bislang habe ich nur „Die Königin der tausend Jahre“, „Black Lagoon“ und „Saber Rider“ geschaut bzw. gekannt. Dann erzählte mir Michelle, eine Bekannte aus dem Bogensportverein, begeistert von dem neuen Anime-Serienhit „Shingeki no Kyojin“ (Attack on Titan), der sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Nachdem ich auf Youtube das Intro und eine Rezension sah packte mich das Interesse. Auf einer Anime-Videoseite schaute ich mir an einem Samstag vor rund zwei Wochen die ersten drei Folgen an einem Stück an. In der Zwischenzeit bin ich bei der 15.Folge und bin mit jeder weiteren Folge gespannt darauf, wie sich die Handlung weiterentwickelt. Man fiebert mit dem Schicksal der Charaktere mit und hofft dass sie beim Kampf gegen die Titanen überleben werden. Meine derzeitigen Lieblingscharaktere sind die taffe witzige Sasha, der strategisch denkende Armin, der mutige Eren und die mitfühlende Mikasa. Ich schaue mir die Folgen im japanischen Original mit englischen Untertiteln an und lerne so nebenbei ein wenig die Sprache des Landes der aufgehenden Sonne. Wirklich bombastisch finde ich das erste Intro und den Soundtrack der Serie sowie die gut durchdachte Story.

Handlung von Shingeki no Kyojin
Die Serie spielt hunderte Jahre nachdem die Menschheit durch geheimnisvolle Riesen beinahe ausgelöscht wurde. Die überlebenden Menschen leben hinter gigantischen Mauern, die sie vor den Giganten und ihren Angriffen schützen sollen. Hundert Jahre lang wurde kein Gigant mehr gesehen, bis im Jahr 845 plötzlich ein mächtiger neuer Riese auftaucht welcher die Mauern des Randbezirks Shinganshina überragt und ein Loch in das Mauerwerk reißt. Dieser Koloss-Titan und ein weiterer Gigant mit gepanzerten Körper (Armored Titan) stellen sich als eine neue Bedrohung für die Sicherheit der Menschen heraus. Die Riesen sind seelenlose humanoide Wesen, die Menschen fressen und weder Fortpflanzungsorgane noch irgendeine Intelligenz zu besitzen scheinen. Ihre Körper sind stets dampfend heiß, praktisch unverwundbar und können nur über eine Schwachstelle eliminiert werden. Nur mit einem gezielten Schwerthieb in den Nacken lassen sich die Riesen töten. Ich finde die Giganten einfach nur widerlich gruselig, besonders weil sie so fies grinsen und einen unmenschlichen fast toten Blick in ihren Augen haben. Woher die Titans kommen ist nicht bekannt und wird wohl erst in der zweiten oder dritten Staffel aufgelöst werden.

In dieser Rahmenhandlung spielen Eren Jaeger und seine Adoptivschwester Mikasa Ackerman die Hauptrolle. Eren musste mit Mikasa, seinem besten Freund Armin und Hannes beim Angriff mitansehen wie einer der Riesen seine Mutter verschlang. Die Rache brennt in Eren und er sinnt darauf alle Giganten zu töten. Hannes gehört der Armee an und ist ein guter Bekannter von Eren. Er tritt mit Mikasa und Armin dem Erkundungs-Armeekorps bei und kann mit ihnen erfolgreich die harte dreijährige Militärausbildung abschließen. Ein finsteres mysteriöses Geheimnis birgt Eren in sich aber welches, will ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Welt in Shingeki ist nicht direkt in Japan angesiedelt sondern vereint verschiedene Nationen und Mythologien in sich, was die Serie ja gerade so spannend macht. Die Riesen können Verletzungen im atemberaubenden Tempo selbst heilen und sind gegenüber Angriffen auf Grund ihrer robusten Haut sehr widerstandsfähig. Der einzige Schwachpunkt ist ihr Nacken, der nur dank der „3D-Manöver-Ausrüstung“ für die Armee der Menschheit erreichbar ist.

Die Manöver-Ausrüstung besteht aus zwei Steuerdüsen, zwei Enterhaken und zwei Schwertern. Die beiden enterhakenähnliche Steuerseile rammen sich in Mauern oder andere festen Gegenstände und dienen zur Stabilisierung der Flugbahn. Als Antriebsmittel für die Düsen dient Gas und die Steuerung der Flugausrüstung erfordert nicht nur Mut und Übung sondern auch ein ordentliches Geschick vom Piloten.

Die Architektur in Shingeki erinnert stark an Skandinavien, der nordischen Mythologie und Atlantis. Warum Atlantis? Nun, Atlantis soll einst auch von drei Mauern kreisförmig umgeben worden sein. Die Namen der Charaktere sind vorwiegend europäisch und hören sich in der japanischen Aussprache schon ein wenig witzig an. Neben actionreichen Folgen in denen Mikasa, Eren, Armin und ihre Armeekollegen gegen die mächtigen Riesen kämpfen gibt es ruhige Episoden welche die Geschichte so mancher Charaktere oder Hintergründe zur Story erzählen.

Fazit
Ich habe echt Gefallen an „Shingeki no Kyojin“ gefunden und werde jede Episode mit Spannung verfolgen. Die zweite Staffel wird hoffentlich bald verfügbar sein aber erst muss ich mir die erste Staffel komplett anschauen. Bisher steht die Anime-Serie nur in Japanisch und mit englischen Untertiteln zur Verfügung. Wenn die Serie jemals auf einem deutschen TV-Sender ausgestrahlt werden sollte, hoffe ich, dass die Übersetzung ordentlich sein wird und die Spannung erhalten bleibt.

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