Auf ein Windei hereingefallen – Ein Brandbrief an alle Autoren, Blogger und Texter

Ich bin seit Dezember 2002 mit einem Schreibbüro selbstständig und betreibe seit Sommer 2000 mein Literaturblog Schreibclub.de aber noch nie musste ich so eine negative Erfahrung machen wie letzte Woche. Nun möchte ich über diese Erfahrung berichten und alle Schreibenden eindringlich vor einen bestimmten Herren warnen, der im Internet damit lockt mit Texten auf Platz 1 bei Google zu landen. Er betreibt eine Online-Zeitung. Ich kam mit diesem Herren über eine Textergruppe bei Facebook in Kontakt. Nach einem Telefonat am Montag Anfang März 2015 verständigten wir uns darauf, dass ich ein Artikel mit freier Themenwahl schreiben soll und entschied mich für einen Text über Tanzfitness-Workouts. Die Texterstellung erfolgte kostenlos, da die Bezahlung über Werbeeinnahmen stattfinden sollte. Es sollte eine Artikelserie zum Thema Tanzfitness-Workout und Zumba werden.

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Der Text sollte 800 Worte lang sein aber erreichte nur knapp 660 Worte und deshalb bat er um Verlängerung des Einleitungstextes. Laut Vereinbarung sollte die Veröffentlichung erst nach der Erweiterung erfolgen und ich sollte über Werbeeinnahmen dann Geld an mein Text verdienen. Mein Text zum Thema Tanzfitness-Workout & Zumba wurde aber dann ohne erneute Rücksprache mit mir und ohne meines Namens am nächsten Tag veröffentlicht. Dies ist eine Verletzung des Urheberrechts, da mein Text mein geistiges Eigentum ist und dieser Herr nun mit meinen Artikel mittels Werbebannern / Amazon-Links Geld auf meine Kosten verdient.

Nachdem ich in der Textergruppe öffentlich über meine Erfahrung mit diesem Herren berichtet hatte und ihm angeboten hatte, den Text zu behalten ohne meine Namensnennung wenn er mir einen bestimmten zweistelligen Betrag für mein Text zahlt, erhielt ich einen doch sehr unfreundlichen Anruf von ihm. Er beschimpfte mich als einen Idioten, ich solle die Klappe halten wenn er rede und er würde meinen Namen unter mein Artikel setzen, wenn ich dafür einen unverschämt hohen dreistelligen Betrag zahlen würde. Dann drohte er mir noch mit einem Anwalt ohne genaue Begründung, schrie mich wieder an und legte laut auf.

In der Zwischenzeit sind ein paar Tage vergangen. Nun wirbt er mit meinen Artikel auf seinem Facebook-Profil damit, dass mein Artikel sehr gefragt bei Google sei und sucht Texter für weitere Zumba-Themen. Alles ohne meinen Namen als Verfasser des Tanzfitness-Textes auch nur mit einer Silbe zu erwähnen! Klare Verletzung des Urheberrechts! Ich fühle mich auch in der Ehre als Autor gekränkt, da er meinen Namen nicht unter mein Artikel gesetzt hat. Mein geistiges Eigentum und mein Name gehören besonders in diesem Fall zusammen, da mir Zumba sehr am Herzen liegt!

Ich finde die Art und Weise dieses Herren höchst unehrlich, fragwürdig und unseriös. Wer den Namen dieses Herren erfahren möchte, der schreibe mir bitte einfach eine E-Mail.

Ich warne alle Autoren, Blogger, Texter, Journalisten, Redakteure und Schreiberlinge im  höchsten Warnton eindringlich davor, eine Zusammenarbeit mit diesem Herren zu beginnen.

Hätte ich auf mein Bauchgefühl gehört, dann hätte ich mir diese Erfahrung sparen können. In Zukunft werde ich bei neuen Geschäftskontakten vorher intensiver recherchieren und erst dann einen Text schreiben, wenn ich sicher bin, dass die Firma oder Person ehrlich und seriös ist.


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