Karten schreiben – aber wie?

Heute möchte ich mal etwas zu einem eher ungewöhnlichen Thema posten – dem Schreiben von Karten. Karten zu schreiben kann unter Umständen ganz schön aufwendig sein, vor allem wenn man gerade nicht die passenden Ideen hat. Die Kunst beim Karten schreiben ist es ja, mit so wenigen Wörtern wie möglich, so viel wie möglich zu sagen. Das verlangt vom Schreiber der Karten natürlich eine gewisse Kreativität und Ausdrucksstärke. Außerdem kommt es darauf an, ob man eine Glückwunsch- oder Einladungskarte schreibt und wie gut man die Person kennt, der man schreiben möchte.

Tipps für das Schreiben von Einladungskarten

Wenn man die Einladungskarten mit der Hand schreiben will, sollte man eine gute Handschrift haben und sich auch etwas mehr Karten besorgen, als man letztendlich versenden möchte. Denn zu oft kommt es leider vor, dass man sich verschreibt oder das die Tinte auf der Karte verschmiert. Wenn man dagegen die Karten online bestellt und dort schon beschriften kann, hat man das Problem nicht. Allerdings kann es dann vorkommen, dass sich Schreibfehler einschleichen, die auf allen Karten zu sehen sind, also auch dort aufgepasst! Gute Kartenhändler schauen jedoch nochmal über das Geschriebene und bessern Fehler aus.

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Die Geschichte der Sanduhr

Die Geschichte der Sanduhr (Stundenglas) reicht bis in das 14.Jahrhundert zurück aber wann der Zeitmesser genau erfunden wurde, ist nicht vollständig geklärt. Jedoch ist bekannt, dass in Arabien bereits Stundengläser weit verbreitet waren und der Zeitmessung dienten. Im Mittelalter hatten sich Sanduhren fest etabliert und wurden in Kirchen verwendet um die Dauer einer Messe zu kontrollieren.

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Lechtenberg, Adolphe: Aus der Mitte

Boden. Etwas kommt aus der Wand, etwas anderes aus der Decke. Vielleicht auf dem Boden nach rechts und links tasten. Wieder an einem Rand hocken. Am Rand ist Erinnerung sichtbar. Raumteile werden durch farbige Zonen getrennt. Graubraun, schwarz, brillantgelb, königs-blau, weiß. Zurückliegt Masse. Gute Nahrung. Vorne ein Tor. Zwei Lippen, deren Ende nicht absehbar ist. Nichts ist absehbar. Augenklar. Man kann die Arme ausbreiten und fliegen, über die weiße Mauer. Nachvornesehen. Heraus aus dem sonntagnachmittäglichen Kuchenduft, der nach dem sonntagmittäglichen Bratenduft zu riechen war. In Gewittergrau mit gezackter Grenze am Horizont. Wohnen? Überall da, wo Gräser wachsen?

© 2001 by Adolphe Lechtenberg

Lechtenberg, Adolphe: Die Frage nach der Bedeutung

Was bedeuten die schwarzen Vierecke auf dem Boden? Bedeuten sie mehr als die silbernen Achtecke dazwischen, oder nicht weniger als der blaue Kreis am mittleren Rand, der unsere Aufmerksamkeit erregt, weil er so zerknittert ist?

Warum bedeutet die Bedeutung soviel, wenn sie nichts bedeutet? Der Sack mit der alten Wäsche muß endlich weggeworfen werden, denn man wird unangenehm berührt vom Getrappel und Gestrampel schmutziger Kinderfüße. Warum läuft die graue Frau durch die Stadt? Hat das etwas zu bedeuten? Könnte das weiße Rautengitter bedeuten, daß viele scharlachrote Dreiecke unnötig sind, aber nur, wenn ihre Oberfläche samtig ist? Ein bierbrauner Ball liegt neben einem glasgrünem Blatt und bedeutet ihm alles, und eigentlich bedeuten die mit Kugelschreiber geschriebenen Seiten ja zunächst im Grunde genommen gar nichts, sondern erlangen erst dann überragende Bedeutung, wenn sie in Maschinenschrift übertragen werden. Sowohl der Sinn als auch das Sinnlose haben eine unergründliche Bedeutung.
Die Flügel einer Fliege bedeuten sehr viel, wenn sie den Flügeln einer silbernen Siamkatze mit schwarzem Fell ähneln, während wir uns bedeutungsvoll viel bedeuten. Möglicherweise bedeutet die orangerote Sphäre nur, daß eine violettgraue Reihe zum goldenen Oval eines hellblauen Himmels im Verhältnis steht. Was bedeuten unsere Stimmen an der Oberfläche anderer Gedanken?

© 2001 by Adolphe Lechtenberg

Haller, Andrea: DSML 2

Sonntag, 22.Juni 1997

Es war Sonntag der 22. Juni 1997, im Radio lief „Listen to your Heart“ von Roxette. Meine beste Freundin Dara Wade und ich saßen am Esstisch unseres Ferienhauses am Moskelake und sangen laut mit. Wir waren bereits am Samstagnachmittag am See angekommen. Schon wie im letzten Jahr waren wir mit unseren beiden Nachbarsfamilien, den Deaks und den Wades, zum Moskel Lake gefahren.

Kurz vor ende des Liedes kam mein bester Freund Andy Deak und sein großer Bruder Brad rein.
Andy sagte: „Was ist Mädels kommt ihr mit zum Schwimmen?“
Dara und ich sahen uns kurz an und sagten dann gleichzeitig: „Klar, den wie könnten wir deinem Babyface und dem dazu gehörigen Augen-aufschlag wiederstehen.“ Wir standen auf, gaben Andy einen Kuss auf die Wange und gingen dann in unser Zimmer um uns umzuziehen und unsere Badesachen zusammen zu Packen.
Obwohl ich Andy und seine Familie schon kenne, seit ich denken kann, überkommt mich neuerdings immer, wenn Brad den Raum betritt ein komisches Gefühl. Es ist kein schlechtes Gefühl. Ganz im Gegenteil. Ich bekomme dann immer so ein sanftes kribbeln im Bauch und es wird mir für einen Moment heiß und kalt gleichzeitig. Brad ist ein lieber Kerl, aber ich hätte nie im Leben zugegeben das ich etwas für ihn empfinde. Zumindest nicht, wenn mich jemand danach gefragt hätte.

Nur eine viertel Stunde später waren wir auf dem Weg zum Wasser. Dara hatte sich ihren dunkel blauen Bikini angezogen und sich ihre Schulter langen Haare zu einer Schnecke nach oben gebunden. Ich hatte mir meinen Weinroten Tankini und darüber ein hell blaues T-Shirt angezogen.
Auf halben Wege war uns mein Bruder Eric entge-gengekommen. Als wir am Seeufer angekommen waren, begannen Dara und ich unsere Handtücher auszubreiten. Brad und Eric hatten den ganzen Weg über miteinander getuschelt. Ich hatte mir bereits gedacht das, die beiden etwas im Schilde führten, ich wusste nur noch nicht was.

Dara und ich lagen auf unseren Handtüchern und blätterten in der neusten Ausgabe der „Kosmopolitan“, als Brad und Eric auf uns zukamen. Als Eric sich zu uns runter beugte sah es zu erst so aus als wolle er sich nur etwas in der Zeitschrift ansehen. Doch dann packte er mich unter den Armen und Brad an den Füssen. Sie hoben mich hoch und trugen mich zum Wasser, bis ihnen das Wasser bis zu den Knien reichte. Dort begannen sie mich zu schaukeln.
Dann riefen sie: „Eins. Zwei. Drei.“ Und bei drei warfen sie mich, mit Schwung und in meinem T-Shirt, ins Wasser.
Klitschnass und stink Sauer, stapfte ich zurück ans Ufer. Dara und Andy mussten sich sichtlich das Lachen verkneifen. Doch von Eric und Brad war selbstver-ständlich weit und breit nichts zu sehen.
Wütend sagte ich: „Wie kann man mit neunzehn nur noch so verdammt Kindisch sein.“

Wir verbrachten den ganzen restlichen Tag am Wasser und gingen erst zum Haus zurück als meine Mutter uns zum Essen rief.
Es war nicht so das jeder mit seiner Familie in einem Haus wohnte. Dieses Jahr hatten wir es so Eingeteilt das Eric, Brad, Dara, ich und Andy ein eigenes Haus für uns bekommen hatten. An diesem Abend gingen Dara und ich bereits um halb elf ins Bett. Die drei Jungs spielten auf der Terrasse Poker.
Es war eine wunderschöne Laue, Sternenklare Sommernacht. Dara und ich lagen in unseren Betten und Unterhielten uns über den heutigen Tag. Ich begann mich über die Jungs aufzuregen und sagte: „ Also ich fand das was die beiden heute gemacht haben unmöglich. Ich hätte echt nicht gedacht das Eric so Kindisch ist, aber er macht ja immer so einen Quatsch wenn er mit Brad zusammen ist.“
„Aber Danielle du musst zugeben das Brad einen verdammt süßen Hintern vorweisen kann und sein . . .“
Ich fiel ihr mitten im Satz ins Wort: „Danke, vielen dank. Von meiner besten Freundin hätte ich eher erwartet das du mich Unterstützt, doch statt dessen fällst du mir in den Rücken.“
Dara sah mich an, doch ihr Blick ließ nicht verraten ob sie nun gleich zu Weinen oder zu Lachen beginnen würde.
Ich Lächelte sie frech an und sagte dann: „Ja, aber wenn er nicht immer diese ewig weiten schlapper Hosen tragen würde, käme sein Knackarsch noch besser zum Vorschein.“ Wir begannen beide zu Lachen. Wir redeten noch zwei Stunden lang über alles mögliche und schliefen dann mit einem leisem Kichern ein.

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