Der Chat

Mirko gehörte zu den Menschen, welche eher schüchtern zurückhaltend gegenüber anderen Leuten waren. Zwar hatte er mit seinem Job als Bürokraft in einem mittelständischen Systemhaus für seine Verhältnisse ein recht gutes Einkommen und eine kleine Dreizimmerwohnung bewohnte er aber so richtig glücklich war er nicht, weil ihm zum wahren Glück noch eine Freundin fehlte.
Seine zwei besten Freunde sah er auch nur alle paar Wochen, weil sie recht entfernt wohnten und man sich daher nur einmal im Jahr sehen konnte. Ein fehlendes Auto und Führerschein machten die Treffen jedes Mal zu einem fahrtechnischen Problem, denn die Zugverbindungen und Zeiten waren ziemlich mies. Zudem arbeiteten seine zwei Freunde wodurch Treffen nur am Wochenende möglich waren aber er kannte sie seit der gemeinsamen Schulzeit und dass waren schon gute zwölf Jahre. Früh am Morgen stand Mirko auf, machte sich frisch und las bei seinem leckeren Müsli die Tageszeitung.
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Withau, Rosi: Herzbruch durch Tierliebe

Gerda lief tränenüberströmt durch den Wald. Sie wollte einfach nicht glauben, dass sie ihren geliebten Hund fortgeben mußte. Traurig schaute sie auf ihren Harras hinunter. Harras stand vor ihr und blickte ebenfalls zu ihr hinauf. So als wollte er sagen, ich verstehe dich, gib mich aber bitte trotzdem nicht fort. Die beiden liefen noch sehr lange durch den Wald. Als sie nach Hause kamen, setzte schon die Dämmerung ein. Gerda konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Warum gerade ich? Warum muß gerade ich meinen Hund abgeben? Nur weil ich arm bin? Sollen die doch ihre Hunde abgeben, die wirklichen Ärger machen. Mein Harras hört doch überhaupt keiner hier im Haus. Ich werde mich beim Mieterbund erkundigen, ob Herr Stöckel überhaupt das Recht hat, von mir zu verlangen, meinen Hund abzugeben.
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Lawrence, Marven: Ins Netz gegangen

Meine Sonne, habe ich dich verloren? Ich kann dich nicht mehr finden, habe den Kontakt zu dir verloren. Wo bist du?
Undurchschaubare Welt des World Wide Web. Virtual Reality, nicht greifbar. Dennoch vergeht kein Tag, an dem ich nicht nach dir suche. Schalte ungeduldig den Computer an, klicke in die Mailbox. Wieder nichts. „Keine neue Post.“
Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass in einer @-Mail-Adresse Magie stecken könnte. Deine besaß Zauberstaub.

Vom ersten Moment an fesselten mich deine Worte, die Art und Weise, wie du zu mir schriebst. Ich besaß ein Faible für ausgefallene Namen. Bjarne. Du erwecktest meine Neugierde, berührtest meine Seele. Dabei warst du ein Fremder. Ich suchte nach Gründen, um den Kontakt zu dir zu halten und es gelang mir dein Interesse zu wecken, warum auch immer. Vielleicht hast du auf mich gewartet?
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