Rezension Animationsserie „Die Winzlinge“

Im Jahr 2006 wurde die französische Animationsserie „Die Winzlinge“ (Originaltitel „Minuscule – La Vie privée des insectes“) nach einer Idee von Helene Giraud und Thomas Szabo bestehend aus 78 Episoden mit jeweils durchschnittlich sechs Minuten Laufzeit gedreht. Auf Amazon Prime Video steht die lustige Animationsserie mit Insekten als Hauptdarsteller seit kurzer Zeit zur Verfügung und habe bisher alle Episoden von sieben der insgesamt zwanzig Staffeln angeschaut. Ich bin begeistert, die Serie gefällt mit ihrer Aufmachung, bei der reale Naturaufnahmen mit 3D-Animationen und Geräuschen gekonnt gemischt wurden. In „Die Winzlinge“ erleben die Insekten allerlei Abenteuer und basierend auf der Serie kam im Jahr 2016 der Spielfilm „Die Winzlinge – Operation Zuckerdose“ in die Kinos und wurde zugleich auf DVD veröffentlicht. Vor allem die kleine Hausspinne, die Marienkäfer, Fliegen, Hornissen und Ameisen begeistern mich nicht nur, sondern lassen mich jedes mal schmunzeln. Unsympathisch wegen seiner gemeinen Streiche finde ich den Grashüpfer, den intriganten Weberknecht, die Feuerameisen und die etwas langweiligen Schnecken.

Handlung von „Die Winzlinge“
Die erste Episode „Spinne am Steuer“ in „Die Winzlinge“ entführt uns in das illustre Privatleben der Insekten. Die kleine schwarze Spinne entdeckt auf einem Müllhaufen im Wald einen knallgelben VW Käfer und entschließt zu einer spontanen Spritztour. Auf einmal begegnet ihr ein Bus voller Fliegen und die Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf, bei der die Spinne immer wieder den Kürzeren zieht. Das unfaire Spiel der gemeinen Hausfliegen beobachtete ein Marienkäfer. Kurzentschlossen holt er die Spinne aus der Patsche und verleiht ihr zum Sieg über die Fliegen. Die beiden ungleichen Insekten werden zu Freunden.

Eine der witzigsten Episoden ist „Der Gemüseladenvorfall“ bei der sich der Marienkäfer mit einer Handvoll Fliegen ein Rennduell in einem Supermarkt liefert. Marienkäfer und Fliegen sausen durch den von Menschen bevölkerten Supermarkt, preschen durch das Netz eines gemeinen Weberknechts und erleiden unterwegs Verluste. Wer das Rennen gewinnt, verrate ich an dieser Stelle nicht.

In der vierten Episode „Abrechnung im Gemüse-, und Früchteregal“ der 6.Staffel spielt der fiese Weberknecht, der wie die kleinen schwarze Spinne im Supermarkt lebt, seine Vorteile gegen ihr aus. Das Spinnchen versucht Lebensmittel wie eine Kartoffel, einen Zuckerwürfel oder eine Kirsche einzusammeln, doch immer wieder kommt ihr der Weberknecht in die Quere. Herr Weberknecht hat lange Beinchen, mit denen er der kleinen Spinne klar überlegen ist und ihr jedes mal die hart erarbeitete Beute streitig macht. Dann kommt die schwarze Spinne auf eine ausgeklügelte Idee und hält dem spitzfindigen Weberknecht sprichwörtlich den Spiegel vor.
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Nicol Elter – Paul, der Wurm

Ein kleiner Wurm namens Paul, lebte mit seinen zwei Brüdern und seinen Eltern in einem großen Sandberg.
Jeden Tag traf er sich mit seinen Freunden zum Spielen an der dicken Eiche nicht weit weg. Paul konnte von sich behaupten, die besten Freunde der Welt zu haben. Da gab es Hops den Floh, Tim die Ameise und Daniel den Tausendfüßler.
Auch heute verabredeten sich die vier wieder zum Spielen.
Tim ist meist immer der Erste und überlegt sich während er wartet, was sie wohl zuerst Spielen könnten.
Hey, rief er als alle da waren …wie wäre es, wenn wir Fußball spielen ? Jeder gegen jeden und wer die meisten Tore schießt, der gewinnt und darf sich das nächste Spiel aussuchen. Na toll, dachte Paul …Von Fußball hielt er nicht so viel, er hatte ja nicht mal die Füße dazu und mit seinem Wurmende konnte er nicht so gut schießen, doch die Mehrheit war dafür und das Spiel wurde angepfiffen.
Paul strengte sich an und zischte hin und her. Doch Daniel mit seinen vielen Füßen ließ den anderen kaum die Chance den Ball zu bekommen. Natürlich gewann er das Spiel mit 25 Toren. Hops schoss 11 und Tim 9Tore .Paul hat nicht mal eines gemacht, er hat den Ball nicht einmal bekommen und war sehr traurig. Was ein blödes Spiel dachte er und steckte den Kopf in den Sand..
Daniel durfte sich das nächste Spiel aussuchen und entschied sich für ein Wettklettern. Wer zuerst oben auf der Eiche ist hat gewonnen, rief er. Paul zog den Kopf aus dem Sand und machte sich Startklar. Dann gab Daniel das Signal und nach dem Hepp ging es los.
Tim und Daniel waren die ersten Am Baum und keiner konnte den anderen einholen. Sie staunten nicht schlecht als Hops sie mit großen Sprüngen hinter sich ließ und als erster oben auf dem Ast triumphierte.
Nur Paul stand noch unten vor dem Baum und hatte nicht die geringste Ahnung wie er dort hoch kommen sollte. Na Lust hatte er auch keine mehr, denn dieses Spiel mochte er auch nicht,..somit verlor er wieder mal und Hops war der Sieger.
Traurig steckte er den Kopf in den Sand. Die Freunde kamen vom Baum herunter und sprachen ihm gut zu. Dann hatte auch Hops schon die Idee, für das nächste Spiel. Ein Hindernislauf über die dicken Kieselsteine bis hin zum Busch und wieder sollte der Gewinner das nächste Spiel vorschlagen dürfen. Oh man, dachte Paul immer geht es um das Gewinnen. Doch er wollte auch mal ein Spiel aussuchen und stellte sich zu den anderen an den Start. Es gab wieder ein Hepp und Paul zischte los.
Er legte sich ganz schön ins Zeug und war zweiter, vor ihm war nur Tim. Das sollte aber nur bis zum ersten großen Kieselstein so bleiben, denn dort hielt er an und musste mit ansehen wie Daniel und Hops ihn einholten.
Gewonnen rief Tim, der vor dem riesigen Busch kaum zu erkennen war.
Ich mach nicht mehr mit schrie Paul. Ich verliere immer weil ich nichts kann. ..und weil ich keine Füße habe.
Erst jetzt merkten die Freunde wie doof die Spiele mit dem Gewinnen waren und wie schwer es für Paul gewesen sein musste .Sie trösteten ihn und Tim schenkte ihm sein Gewinn, die Entscheidung das nächste Spiel vorzuschlagen.
Paul schaute seine Freunde zufrieden an, doch es fiel ihm nichts ein..Er kannte nur das Versteckspiel, denn das spielte er immer mit seinen Brüdern.
Ist das ein gutes Spiel fragte er die anderen…?
Natürlich freuten sich alle und schnell war klar wer zuerst sucht. Daniel meldete sich freiwillig und hielt die Augen zu während er laut bis dreißig zählte. Ruck zuck waren alle versteckt auch Paul war nicht mehr da und Daniel hatte die schwierige Aufgabe sie alle wieder zu finden.
Zuerst fand er den Tim hinter der Blume ,dann den Hops auf dem Baum. Nur Paul war nicht zu sehen. Alle drei suchten ihn doch er war so gut versteckt, dass ihn wirklich keiner fand. Wo bist du denn riefen sie….Hier unten murmelte Paul….. Tatsächlich, gar nicht weit weg , hinter dem Baum lag Paul zwischen den Zweigen getarnt. Er hat sich ganz gerade dazugelegt und sah selber aus wie ein kleiner Ast.
Man Paul, ich hätte dich nie gefunden. Du bist echt der beste Verstecker, den ich kenne sagte Daniel voller Begeisterung. Auch Hops und Tim stimmten zu. Da strahlte der Paul und dachte sich ,..jeder kann ein Gewinner sein,…vor allem wenn er so tolle Freunde hat wie er..Dann trennten sich die Freunde und gingen nach Hause. Der nächste Tag sollte auf sie warten.

(c) 2011 by Nicol Elter